Ehrenamt stärken. Versorgung sichern.

Unterstützung für die Nachbarschaftshilfe während der COVID-19-Pandemie

Mit der Bekanntmachung "Ehrenamt stärken. Versorgung sichern." im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Initiativen in ländlichen Orten und Regionen, die helfen, Bürgerinnen und Bürger während der COVID-19-Pandemie zu versorgen.

Dabei stehen Menschen in prekären Lebenssituationen und Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Umstände besonders angehalten sind, persönliche Kontakte (wie diese zum Beispiel beim Aufsuchen von Lebensmittelgeschäften entstehen) möglichst zu minimieren, besonders im Fokus.

Gefördert werden zusätzliche, aufgrund der Pandemie anfallende Mehrbelastungen, wobei die Zuwendungen zwischen mindestens 2.000 Euro und maximal 8.000 Euro betragen können.

Förderfähig sind Ausgaben in folgenden drei Maßnahmenbereichen:

  1. Neuanschaffungen und Beauftragungen für Maßnahmen, die dem Schutz der Gesundheit von Mitgliedern und deren Kontaktpersonen dienen,
  2. Neuanschaffungen, Beauftragungen und Fahrtkostenerstattungen für Maßnahmen, die Transportleistungen zur Sicherstellung der Nahversorgung, insbesondere mit Lebensmitteln, sowie Mobilitätsaufwendungen auf Seiten der Mitglieder der Initiativen betreffen,
  3. Neuanschaffungen und Beauftragungen für Maßnahmen, die die Zusammenarbeit von Mitgliedern der Initiative untereinander und mit Kontaktpersonen mit Hilfe einer digitalen Ausstattung der Initiative verbessern.

So sollen beispielsweise ehrenamtliche Akteure wie Ortsgruppen der Tafeln unterstützt werden können, die für Angehörige besonders schutzbedürftiger Gruppen (zum Beispiel ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen und Behinderungen, von Obdachlosigkeit oder Armut betroffene Menschen) Lebensmittel bereitstellen. Derartige Initiativen müssen derzeit ihre Arbeit u. a. an die Pandemie-bedingten Kontaktbeschränkungen und Hygieneauflagen anpassen, was zu erheblichen zusätzlichen Bedarfen und Aufwendungen führt.

Die Fördermaßnahme ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) und daher auf die ländlichen Räume Deutschlands ausgerichtet. Das Bewerbungs- und Antragsverfahren wird von der BLE in Abstimmung mit dem Deutschen Landkreistag (DLT) sowie den Landkreisen durchgeführt.

Ab dem 24.06. bis zum 12.07.2020 nimmt die BLE unter www.ble.de/ehrenamt-staerken im Auftrag des BMEL Interessenbekundungen geeigneter Initiativen entgegen. Die Interessenbekundungen werden entsprechend der Reihenfolge ihres Eingangs an die jeweiligen Landkreise weitergeleitet, in denen die Maßnahmen durchgeführt werden (es gilt das sogenannte "Windhundverfahren"). Die Landkreise bestätigen der BLE, dass die Initiativen in dem o. g. Bereich tätig sind und grundsätzlich die notwendigen Voraussetzungen für eine Förderung erfüllen (siehe Bekanntmachung). Anschließend werden die zulässigen Initiativen vom Projektträger zur Antragstellung aufgefordert.

Der Beginn des Förderzeitraumes hängt von dem Termin der Einreichung der vollständigen Antragsunterlagen sowie der Bearbeitungszeit und dem Ergebnis der Prüfung ab. Es wird angestrebt, dass für den überwiegenden Teil der Zuwendungsempfänger der Förderzeitraum im August oder im September 2020 beginnen kann. Der Förderzeitraum endet für alle Zuwendungsempfänger spätestens am 30. November 2020.

Näheres entnehmen Sie bitte dem Bekanntmachungstext:

Hilfe bei weiteren Fragen

Bitte lesen Sie die Bekanntmachung und die "Häufig gestellten Fragen" sorgfältig durch. Sollten anschließend dennoch Fragen unbeantwortet sein, können Sie sich ab dem 24.06.2020 bei Bedarf per Telefon unter 0228 6845 2744 oder per E-Mail über ehrenamt-staerken@ble.de an uns wenden.

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